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„Uffruhr!“ – Wenn Lieder Geschichte schreiben

31. Mai 2025
Günther Rettelbach

„Uffruhr!“ – Wenn Lieder Geschichte schreiben - Presseerklärung 31.05.2025

Titel: „Uffruhr! – Fünfzehnhunderfünfundzwanzig“  🎤 Musik & Text: Günther Rettelbach

© 2025 ReGü / Heimatsee Music (alle Rechte vorbehalten)  Veröffentlichung unter ausschließlicher Urheberschaft.  Keine Verwendung ohne schriftliche Genehmigung. 

Ein musikalisches Denkmal zum 500. Jahrestag des Bauernkriegs

Was bewegt Menschen dazu, aufzustehen? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Und wie klingt eine Stimme aus der Vergangenheit, wenn sie heute wieder ertönt?


Bezug zur Landesausstellung 2025

Der Song „Uffruhr! – Fünfzehnhunderfünfundzwanzig“ erscheint im thematischen Umfeld der Landesausstellung „Freiheit – Bauernkrieg 1525“, die 2025 in Bad Schussenried gezeigt wird. Ausstellung und Lied widmen sich jeweils auf eigene Weise den Ereignissen des Bauernkriegs – historisch, künstlerisch und erinnerungskulturell.


Während die Ausstellung faktenbasiert Hintergründe, Ursachen und Folgen des Aufstands beleuchtet, bringt das Lied Emotion, Sprache und musikalische Interpretation ins Spiel. Beide Formate ergänzen sich im Blick auf das Jubiläumsjahr und machen die Geschichte einem breiten Publikum zugänglich – in Wort, Bild und Klang.


Mit dem Song „Uffruhr! – Fünfzehnhunderfünfundzwanzig“ setzt Günther Rettelbach – bekannt für seine heimatverbundenen Texte zwischen Bodensee, Oberschwaben und Tirol – den mutigen Männern und Frauen des Bauernkriegs ein kraftvolles musikalisches Denkmal. Die Hymne ist mehr als ein Lied. Sie ist ein Ruf aus der Tiefe der Geschichte. Ein Aufschrei gegen Unrecht. Eine Erinnerung an Freiheit, Würde und den Preis, den so viele dafür zahlten.


Der Inhalt:

In eindringlichen Versen erzählt der Song vom Aufbegehren der Bauern im Jahr 1525 – von Memmingen bis Weinsberg, von Tettnang bis Tirol, von Franken bis Schwaben. Er benennt die historischen Figuren wie Thomas Müntzer und Florian Geyer, beleuchtet den Zwiespalt der Reformation, die Rolle der Kirche – und das Schweigen der Obrigkeit.

Über 100.000 Bauern verloren im Kampf ihr Leben. Die genaue Zahl ist strittig. Und doch bleibt ihr Erbe lebendig:


„Für die Freiheit seid ihr gefallen – in Freiheit leben wir.“

Die Musik:

Die Hymne kombiniert epische Elemente mit Volksliedstrukturen, getragen von einem kraftvollen Refrain:


„Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!“

Dieser Ausruf zieht sich wie ein roter Faden durch das Lied und schlägt die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Sound erinnert an ein historisches Epos – zwischen Chor, Gänsehaut-Stimmung und moderner Dramatik. Die Vertonung wurde eigens entwickelt, um Emotion, Erzählung und Gesang auf höchstem Niveau zu vereinen.


Warum dieses Lied jetzt wichtig ist:

2025 jährt sich der Bauernkrieg zum 500. Mal. Und selten war das Thema soziale Gerechtigkeit, Mitbestimmung und Menschenwürde so aktuell wie heute. Mit „Uffruhr!“ wird ein vergessener Teil der Geschichte hörbar gemacht – und die Botschaft ist klar:


"Geschichte wiederholt sich nicht. Aber sie ruft uns zur Verantwortung"


Für wen dieses Lied ist:

  • Für alle, die Heimat nicht als Ort, sondern als Haltung verstehen
  • Für Lehrerinnen, Historikerinnen und Kulturvermittler
  • Für Menschen, die zuhören – und dann handeln


„Uffruhr!“ ist nicht nur ein Lied. Es ist eine Einladung zur Auseinandersetzung, zum Erinnern – und zum Weiterdenken.

[Intro]

Ich will euch um ein paar Minuten bitten

und vom Bauernkrieg erzählen.

Eine Revolution des gemeinen Mannes –

nicht plötzlich, aber gewaltig!


[Chorus]

Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!

Uffruhr! Uffruhr! Es kam nicht plötzlich, aber gewaltig!


[Verse 1]

Denn Heimatland, Oberland, du hast es geseh’n,

wie Bauern für Würde und Rechte aufsteh’n.

Ihr habt zwölf Artikel in Memmingen verfasst –

doch der Preis war euer Leben, verraten und verkauft.

Blut färbte den Boden.


[Chorus]

Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!

Uffruhr! Uffruhr! Es kam nicht plötzlich, aber gewaltig!


[Verse 2]

Ihr fordertet gerechte Abgaben,

freie Pfarrerwahl und ein Leben in Würde,

ohne Frondienst, ohne Zwang.

Müntzer, der Prediger, stand auf eurer Seite,

sprach von Gerechtigkeit mit Feuer im Blick.


[Verse 3]

Doch es war sein Tod wie der eure,

verstummt unter den Schwertern der Obrigkeit.

Die Reformation half euch nicht!

Luther sah Arbeit als eure Pflicht –

nicht Protest, nicht Widerstand.


[Chorus]

Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!

Uffruhr! Uffruhr! Für Freiheit, für das Volk!


[Verse 4]

Von Tettnang bis Schussenried,

Konstanz, Weinsberg, Ulm, Tirol:

Ein Aufbegehren, ein Freiheitskampf,

und überall brannten Schlösser und Klöster!


[Verse 5]

Von Franken bis Schwaben, Tirol bis zum Rhein –

der Ruf nach Gerechtigkeit hallte weit hinein.

Auch in Würzburg und Rothenburg war der Klang,

der Aufstand der Bauern – ein Freiheitsgesang!


[Bridge]

Es war die Obrigkeit, die euch geknechtet hat –

mit eiserner Hand und dem Urteil aus Hass.

Sie nannten es Ordnung, nannten es Pflicht –

doch gaben euch Freiheit und Gnade nicht


[Verse 6]

Sie predigten Frieden in goldenen Hallen,

doch ließen das Volk auf den Feldern zerfallen.

Im Namen des Kreuzes – mit Blut auf den Händen,

verweigerten sie, was sie selbst predigten.


[Bridge]

Einige Kirchenmänner sprachen von Gnade,

doch viele schwiegen kalt.

Auch Mütter und Töchter trugen das Leid,

verloren die Männer, verloren die Zeit.


[Verse 7]

Ihr wart das Bauernvolk mit geknechteten Händen,

ihr fordertet Recht, ein Ende der Zwänge:

frei fischen, frei jagen, das Leben gestalten,

die Waffe erheben gegen Unterdrückung.


[Chorus]

Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!

Uffruhr! Uffruhr! Es kam nicht plötzlich, aber gewaltig!


[Verse 8]

Ihr kämpftet mit Mut, mit Worten, Verstand –

mit Mistgabeln, Knüppeln, in eurer Hand

Für eine gerechtere Welt, für ein Morgen,

doch ihr scheitertet an Hinterhalt und Machtgier.


[Bridge]

Ach Geyer – wär’ ich bei euch gewesen,

hätt’ euch gewarnt vor der Übermacht!

Ihr kamt in Schwarz – kein Wappen, kein Glanz,

geführt von Hoffnung, geführt von Schmerz.


[Verse 9]

Der Schwarze Haufen, im Namen des Volks,

riss Burgen zu Boden, Klöster standen in Flammen!

Über hunderttausend starben,

erschlagen, verraten, vergessen.


[Outro]

Doch heute leben wir euren Traum:

In Gerechtigkeit, in Frieden, in freiem Land.

Gott schütze den Bauernstand –

für das Morgen, für das Heute,

das ihr uns hinterlassen habt.


Was einst verloren, hat heut’ Bestand –

wir reichen die Hände, in friedvollem Land


Pro libertate cecidistis – in libertate vivimus.

Memoria vestra libertatem nostram generavit. 


Soll auf eurem Denkmal stehen! 


„Für die Freiheit seid ihr gefallen – in Freiheit leben wir.

Euer Andenken hat unsere Freiheit hervorgebracht.“


[Bridge]

Über einhunderttausend gaben ihr Leben,

erschlagen in Schlachten, verraten im Feld.

Ihr Blut, das einst die Äcker tränkte,

ist der Preis für das Recht, das uns heute erhält.


[Final Chorus]

Uffruhr! Uffruhr! Fünfzehnhunderfünfundzwanzig!

Uffruhr! Uffruhr! Wir erinnern – laut und ewig!

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